Ich bin nach wie vor im totalen Leserausch. Alle Bücher kann und möchte ich euch gar nicht vorstellen, das wären im Moment einfach zu viele. Ganz besondere Leseperlen der letzten Zeit sind jedoch diese:
Eine Gestaltwandler Geschichte, die nicht einfach nur so platt dahin erzählt wird. Erzählerisch dicht und unheimlich bildhaft und intensiv erzählt Maggie Stiefvater das Geheimnis um die Wölfe von Mercy Falls. Während die einen alles geben, um für immer ein Mensch zu bleiben, suchen andere die Zuflucht in ihrem Wolfsdasein. Doch so wie die Jahreszeiten das Schicksal der Wölfe bestimmen, verändert sich auch das Leben in Mercys Falls. Die Ereignisse spitzen sich zu, nichts kann so bleiben, wie es ist. Beständig erscheint nur die Liebe zwischen Sam und Grace...
Mein Fazit: Absolut und uneingeschränkt lesenswert! Ein ums andere Mal bin ich so in der Atmosphäre dieser Bücher
versunken, dass ich gar nicht glauben konnte, dass ich nur ein Buch
lese. Die Sprache, die Zeichnung der Charaktere und die Story an sich haben mich sehr in ihren Bann gezogen. Ich freue mich auf weitere Bücher von Maggie Stiefvater!
Und bevor ich's vergesse, hänge ich gleich noch ein besonderes Buch an:
Das Mädchen mit den gläsernen Füßen von Ali Shaw
. Auch dieses Buch hat eine ganz eigene Stimmung. Ich fühlte mich beim Lesen die ganze Zeit, als wandelte ich durch dichten Nebel. Ja, manche Bücher haben so das besondere Etwas. Dieses hier übrigens auch optisch: silberne Schnittkante und hübsche Illustrationen im Inneren.
Ich hatte beim Lesen nach dem ersten Drittel eine längere Pause eingelegt, und doch hat es mich danach dann richtig gepackt. Eine sehr gefühlvolle, traurige und doch schöne Geschichte. Ida Mclaird verwandelt sich langsam von den Füßen beginnend zu Glas. Sie kehrt zurück zu ihren Wurzeln und versucht auf St. Hauda's Land Hilfe zu finden. Dort findet sie Midas, ihre große Liebe.
Die Begegnung mit ihm war wie eine Kollision gewesen und sie hatte gewusst, dass sie ihr Leben lang genau danach gesucht hatte: mit solcher Wucht mit einem anderen Menschen zusammenzuprallen, dass sie für einen Moment mit ihm verschmolz.
Gemeinsam bewältigen sie die Geister der Vergangenheit und versuchen das Glas aufzuhalten...
Mein Fazit: Ebenfalls lesenswert! Die Geschichte kommt langsam in Schwung, vielleicht etwas zu langsam. Viel Action darf hier nicht erwartet werden, dafür eine umso sinnlichere Ausarbeitung der Beziehung zwischen Ida und Midas und deren Lebensgeschichten. Das Buch ist mal nicht Mainstream, sondern eher eine melancholische Erzählung. Ich mochte das Buch sehr, besonders das Ende.